Fortbildungen bei den Leseohren

Schon ist es vorbei, das erste Workshop-Halbjahr bei den Leseohren. Gemeinsam haben wir wertvolle Erfahrungen ausgetauscht, viel gelacht und viel gelernt.

Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass wir die beliebten Referentinnen Petra Hornberger und Anita Anic dafür gewinnen konnten. Gemeinsam mit Ihnen entwickelten wir die beiden Workshops: „Ich würd so gerne helfen – mitfühlen und sich gesund abgrenzen, geht das?“,„Heute war’s mal richtig blöd – wenn der eigene Anspruch die Freude am Vorlesen trübt“  und "Jetzt hör doch mal zu! - Umgang mit schwierigen Vorlesesituationen."

Der Workshop „Ich würd so gerne helfen“ war hauptsächlich für die VorleserInnen gedacht, die in der Lese-Heimat vorlesen oder die in ihrer Einrichtung Kinder mit Flucht- oder Migrationshintergrund haben. Besonders der Austausch mit den anderen VorlesepatInnen und die Tipps der ReferentInnen wurden von vielen als sehr hilfreich empfunden. Während des Workshops wurde unterschiedliche Modelle besprochen (Big Five, Gewinner-Pyramide, Drama-Dreieck…) und mit persönlichen Erfahrungen aus der Praxis erweitert. Die zentrale Frage war natürlich, wie weit Hilfe gehen kann und darf und wie man für sich selbst eine gesunde Grenze ziehen kann. Dabei spielen Selbstvertrauen, Abgrenzung, Frustrationstoleranz und noch viel mehr eine zentrale Rolle. Ein Patentrezept gibt es nicht, aber durch das Erkennen der eigenen Bedürfnisse fällt die Abgrenzung leichter.

„Heute war‘s mal richtig blöd“ war ein Aufbaukurs zum letztjährigen Workshop „Jetzt hör doch mal zu!“. Beiden Kursen liegt die Transaktionsanalyse zu Grunde. Kern des Workshops war das Erkennen des persönlichen Antreibers und der daraus resultierenden eigenen Persönlichkeit. Antreiber laufen unterbewusst ab, können zwanghaft sein und lassen sich nicht verändern, aber abschwächen. Die 5 Antreiber sind: Sei perfekt; Sei stark; Mach es recht; Streng dich an; Beeil dich. Der gegenseitige Austausch sorgte auch hier für viele „Aha-Effekte“ und dank der Tipps der Referentinnen fiel es den TeilnehmerInnen am Ende des Workshops leichter, den eigenen Antreiber zu erkennen und die positiven Eigenschaften anzunehmen.
Wir danken den wundervollen Referentinnen ganz herzlich. Es war auch für uns eine sehr bereichernde Workshop-Reihe.


Der Workshop "Jetzt hör doch mal zu!" beschäftigte sich mit Situationen in der laufbahn eines Vorleseapten, die weniger  harmonisch und gemütlich waren. Wie aber soll man nun mit der eigenen Unzufriedenheit umgehen und was können Sie konkret tun, um eine schwierige Vorleserunde versöhnlich zu beenden? Der Workshop bot die Gelegenheit vergangene Konflikte zu reflektieren, Lösungsansätze für bestehende Schwierigkeiten zu finden oder „prophylaktisch“ Frustrationen vorzubeugen.

Wir bedanken uns bei unseren hervorragenden Referentinnen Petra Hornberger und Anita Anić und freuen uns bereits auf unsere Fortbildungen im Herbst.